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Die Magie der Tattwas  - Teil 2 von 6
von Dr. Friedrich Demolsky

Herkunft und Bedeutung der Tattwas

Der Begriff Tattwa entstammt dem Sanskrit und wird in verschiedenen Bedeutungen verwendet.

Einerseits werden damit die abstrakten Prinzipien der Existenz bezeichnet, andererseits aber auch subtile Elemente, die mit den Sinnen des Menschen in Verbindung stehen.

Bei den Tattwas handelt es sich um Schwingungszustaende, denen die gesamte Natur und damit auch der Mensch unterworfen ist.

5 Tattwas oder magischen Elemente

Der Einfluss der Tattwas auf Mensch und Natur aendert sich in einem ganz bestimmten Rhythmus alle 24 Minuten – wie wir schon sehr bald sehen werden.

Derjenige, der die kraftvolle Magie der Tattwas anweden will, muss den Rhythmus der Veraenderung jener Schwingungszustaende genauestens kennen. Wir werden im Rahmen dieser Artikelserie nur kurz darauf naeher eingehen.

Die einfachen, geometrischen und farbigen Symbole der Tattwas sind geheime Einlasspforten zu den Elementarwelten.

Bei richtiger Verwendung, dienen sie dem Magier als aetherische Oeffnungen oder Tore zu den aetherischen Sphaeren der fuenf magischen Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Aether) und den darin existierenden Elementarwesen oder Elementargeistern, die uns aus den Volksmaerchen bekannt sind.

Prithivi- oder Erde-Tattwa

Selbst derjenige, der sich nicht der Muehe unterwirft, Meisterschaft in der magischen Arbeit mit den Tattwas zu erlangen, wird bereits nach relativ kurzer Zeit der Uebung imstande sein, die vier niederen Elementarwelten zu betreten und darin erste magische Erfahrungen mit den ‘Bewohnern’ dieser Bereiche – mit den Gnomen, Nixen, Salamandern und Sylphen zu sammeln.

Genaue Anleitungen wie Du eine magische ‘Reise’ in die ‘Welt der Elementarwesen’ mit Hilfe der Tattwas durchfuehren kannst, werde ich Dir im Teil 5 dieser Artikelserie geben.

Fuer den Moment genuegt es, dass Du den Ursprung der Tattwa-Vision kennst. Dieser liegt in bestimmten Uebungen des Trataka, mit denen die Kozentrationsfaehigkeit im Rahmen des Hatha- und Raja-Yogas enorm gesteigert werden kann.

Die Gheranda - Samhita (I,53,54) erteilt dazu dem Schueler folgende Anleitung: "Ohne Blinzeln und Augenaufschlagen schaue auf einen kleinen Punkt, bis die Traenen fließen. Dadurch schwinden Augenkrankheiten und das Goettliche Sehvermoegen wird erlangt."

Im Trataka wird das Fixieren eines aeusseren Objekts mit offenen Augen (Bahir Tratak) vom Fixieren eines inneren Objekts, das wir (bei geschlossenen Augen) mit dem ‘Dritten Auge’ wahrnehmen (Antar Tratak) unterschieden.

Bestimmte Tratak-Uebungen stellen darauf ab,

Apas- oder Wasser-Tattwa

eine klare Sicht der Elementarfarben zu bekommen. Auf diese Weise wurden die Farben der magischen Elemente in den Symbolen der Tattwas fuer Erde, Feuer, Wasser, Luft und Aether ermittelt.
 

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